Review – TBS Unify Pro HV

Servus,
hier mal ein kleines Review zum TBS Unify Pro HV. Ein Dank fürs zur Verfügung stellen geht an FPV-Customs.de
Der Unify Pro von Team BlackSheep ist ja eigentlich jedem bekannt. Nach ein paar Verbesserungen hat TBS nun eine Variante a uf den Markt gebracht, welche man direkt mit 6S-Akkus befeuern kann. Der Unify Pro HV liefert dadurch auch den Strom für die Kamera.
Weitere Punkte wären das SmartAudio, CleanSwipe und der PitMode.
Die einstellbaren Sendeleistungen sind 25, 200, 500 und 800mW.

Für meinen Test und dieses Review habe ich am Unify nichts verstellt, ihn also auf den Werkseinstellungen gelassen (25mW). Als Testantennen nutzte ich eine IBCrazy DuraSpec und TBS Triumph auf dem Kopter und auf der Brille (Quanum V2) eine TBS 5dbi Patch und eine 5-Leaf Geoavia.
Funke war eine Taranis mit TBS Crossfire.
Das Antennenkabel am Unify tauschte ich anfangs gegen ein anderes aus, womit ich die IBCrazy Antenne (SMA) nutzen konnte. Auf Grund des UFL-Steckers ist das sehr schnell und ohne großen Aufwand möglich. Nach 1 Woche hab ich mir dann doch die Triumph geholt und wieder umgebaut. Das Bild hat seitdem Streifen. Zum Gegentest werde ich nochmal umbauen müssen.

Mein erster Test war recht kurz. Auf Grund eines Gewitters hatte ich nur 2 Akkus Zeit.
Das Bild ist wunderschön klar. Besser als mit allen VTX die ich bisher hatte (Skyzone, Eachine, Foxeer, IRC).
Das Gewitter kam schnell näher, also Akku dran, Kopter gearmed und dann *gib ihm*. Der ein oder andere ist es eventuell gewohnt, das das Bild mal Flackert, Streifen hat, Grieselt oder verzerrt ist. Besonders wenn man Vollgas gibt und/oder etwas weiter weg ist.
Beim Unify Pro ist das nicht der Fall. Im Nahbereich (bis ca. 100m) hatte ich keine Streifen, kein Flackern oder sonstige Störungen. Ein top Bild in jeder Situation und jeder Lage des Kopters.
Beim zweiten Akku wollte ich mal probieren, wie weit ich mit dem Unify und 25mW komme. Nach ca. 500m habe ich umgedreht, da die Teststrecke (ein einsamer Feldweg) zu Ende war und auch der Spotter ihn in dem Moment aus den Augen verloren hat.
In dieser Entfernung habe ich gemerkt, dass das Bild leicht schlechter wurde. Die Qualität war allerdings immer noch sehr gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass nur mit 25mW gesendet wurde.
Ein paar Tage später baute ich auf den originalen Pigtail um (RP-SMA), da ich mir einen Satz TBS Triumph besorgt habe. Leider hatte ich damit Streifen im Bild. War ich bisher zwar gewohnt, aber bei einem Unify mit eingebautem Filter sollte das nicht passieren.

Menü
Das Menü bzw. die Bedienung des Menüs ist am Anfang etwas kompliziert. Wenn man dann aber den Bogen raus hat, ist es recht einfach. Die Rote LED blinkt so oft, wie die Nummer des jeweiligen Menüs (3 vorhanden).
1x blinken ist Menü 1 (Kanal), 2x blinken ist Menü 2 (Band) und 3x blinken ist Menü 3 (Sendeleistung). Zum Wechseln der Menüs den Taster jeweils 3 Sekunden gedrückt halten (um in das 2. Menü zu kommen, muss man 3 Sekunden drücken, loslassen, kurz warten, nochmal 3 Sekunden drücken).
Die blaue LED blinkt so oft wie die Nummer des jeweiligen Menü-Unterpunkts (8 vorhanden). Zum verstellen dieser Einstellungen den Taster nur 1 Sekunde gedrückt halten.
Unify-Pro-HV_Tabelle-1
Unify-Pro-HV_Tabelle-2
Das Freischalten des Unify Pro HV, zur Erhöhung der Sendeleistung oder dem einstellen von gesperrten Frequenzen, geht ebenfalls sehr leicht.
3 Sekunden den Taster drücken, um in das erste Menü zu kommen. Dann den Taster erneut 3 Sekunden drücken um ins zweite Menü zu kommen. Jetzt musst der Taster zwischen 20 und 25 Sekunden dauerhaft gedrückt werden (habe mir dazu das Handy mit Stoppuhr danebengelegt). Lässt man nach den 20 bis 25 Sekunden den Taster los, blinkt die rote LED 3x und die blaue 1x. Das Bedeutet man ist im (jetzt freigeschalteten) 3. Menü (Sendeleistung) und hat die 1. Sendeleistung (25mW) eingestellt.
Ist der Unify Pro entsperrt, leuchten im Normalbetrieb beide LEDs dauerhaft (im gesperrten Zustand leuchtet nur die blaue).

Pit-Mode
Der Pit-Mode ist auch ein nettes Feature. Hier kann man Einstellungen testen, ohne andere beim Fliegen zu stören, da die Sendeleistung annähernd 0 ist oder auf einem bestimmten Kanal gesendet wird (Reichweite ca. 5m). Aktivieren kann man den Pit-Mode in dem man beim Einstecken des Akkus den Taster auf dem Unify gedrückt hält oder ihn im OSD aktiviert.

Clean-Switch
Man ist am Fliegen, jemand anderes steckt seinen Kopter an und man hat für einen kurzen Moment kein Bild mehr. Wenn es blöd läuft stürzt man ab, hängt im Baum, mäht den Rasen etc.
Beim Unify Pro HV liegt die Sendeleistung beim Einstecken bei 0,1mW, um keine Störung durch die Frequenzen zu schicken, so wie man es bisher gewohnt ist.
Die Störungen sind beim Unify dennoch leicht vorhanden. Mein Kumpel (5740) und ich (5800) haben das getestet. Leistung lag bei 25mW und mein Kumpel saß 5m von mir weg. Beim Einstecken sah man auf seinem Kanal leichte Störungen. Allerdings nicht so heftig wie sonst üblich.

SmartAudio
Darüber kann ich leider nichts sagen, da ich es in meiner Konfiguration nicht nutzen kann.

Mein persönliches Fazit
Der Unify Pro HV ist ein echt guter VTX. Der Beste den ich bisher ausprobiert habe (und das waren einige). Er kostet zwar etwas mehr als die anderen (im Durchschnitt 69€) aber das ist er wirklich wert. Durch den UFL-Stecker kann man ganz leicht und schnell die Pigtails wechseln und somit von RP-SMA auf SMA umbauen (ohne Adapter und ohne Verlust). Die SMA-Pigtails gibt es bei Reichelt schon für wenig Geld (leider aber nur mit 20cm Kabel).
Die Sendeleistung muss, meines Erachtens nach, gar nicht erhöht werden. Mit 25mW und guten Antennen hat man eine beachtliche Reichweite und auch in einiger Entfernung noch ein sehr gutes Bild.

Pro
Baugröße
Gewicht
Bis 6S fähig
Eingebauter BEC mit 5V Versorgung für die FPV-Kamera
UFL-Stecker zum einfachen Wechseln der Pigtails
Gute Übertragungsqualität des FPV-Bilds

Contra
Preis
Menü (anfangs sehr umständlich)
Wird sehr warm

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